Zweite Handelsperiode

CO2-Zertifikate zugeteilt: Weniger Teilnehmer am Emissionshandel

Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) hat für die zweite Handelsperiode nur noch für 1.625 Anlagen Zertifikate zugeteilt. Das Gesamtbudget lag bei 452 Millionen Tonnen Kohlendioxid, wobei die Anlagenbetreiber Kürzungen in unterschiedlicher Höhe hinnehmen mussten.

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Berlin (red) - In der ersten Handelsperiode 2005-2007 gab es noch 1.849 Teilnehmer am Emissionshandel. Die Zahl verringerte sich aufgrund von Zusammen- oder Stillegungen und weil kleinere Anlagen aus dem CO2-Handel herausgenommen wurden.

Das Gesamtbudget liegt bei rund 452 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Die Zuteilung der unentgeltlichen Emissionsberechtigungen fällt sehr unterschiedlich aus: Anlagen unter 25.000 Tonnen Jahresemissionen CO2 sind von einer Kürzung befreit, Industrieanlagen unterliegen einer Kürzung von 1,25 Prozent. Anlagen der Energiewirtschaft erhalten anlagenspezifisch unterschiedliche Zuteilungen. 29 Anlagen unterliegen erstmals ab 2008 dem Emissionshandel, deren zugeteiltes Budget liegt bei 9,79 Millionen Emissionsberechtigungen pro Jahr.

Die Zuteilungen für Anlagen der Energiewirtschaft werden je nach ihrem Effizienzstandard anteilig weiter gekürzt. Ohne diese Kürzung überstiege die Zuteilungsmenge das verfügbare deutsche Budget um 13,28 Millionen Emissionsberechtigungen pro Jahr. 176 Anlagen seien von diesen spezifischen Kürzungen betroffen, die in Einzelfällen bis zu 35 Prozent betragen.