Erste Handelsperiode

CO2-Handel wirkt trotz steigender Emissionen

Nach Ansicht des Umweltbundesamtes zeigt der CO2-Handel bereits seine Wirkung, obwohl die Emissionen deutscher Unternehmen 2007 gestiegen sind. Jedoch lagen diese in der ersten Handelsperiode 2005 bis 2007 trotz Wirtschaftswachstums unter dem Durchschnitt der Basisperiode 2000-2004.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - 2007 haben die deutschen Unternehmen rund 487 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen und damit 9,7 Millionen Tonnen oder zwei Prozent mehr als 2006, teilt die Deutsche Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt mit. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen der ersten Handelsperiode 2005-2007 lagen mit 479 Millionen Tonnen trotz eines deutlichen Wirtschaftswachstums jedoch knapp unter dem Durchschnitt der Basisperiode 2000-2004.

Insbesondere im Jahr 2005 und teilweise in 2006, als noch nicht sicher absehbar war, dass ausreichend Emissionsberechtigungen verfügbar sind und auch die Preise für Emissionsberechtigungen bei 20 bis 30 Euro lagen, waren die Emissionen deutlich niedriger als in den Jahren 2004 und 2007. Diese Entwicklung zeige deutlich, dass Anlagenbetreiber in den Jahren 2005 und 2006 kurzfristige Emissionsminderungs­maßnahmen (wie Brennstoffwechsel) durchführten.

Die Emissionen der großen Energieanlagen und emissionsintensiven Industriebranchen im Emissionshandelssektor entwickelten sich im vergangenen Jahr gegenläufig zum CO2-Gesamtausstoß in Deutschland, dieser sank 2007 um 2,7 Prozent. Als Hauptgrund für den Zuwachs im Emissionshandelssektor sieht das Umweltbundesamt, dass Unternehmen mehr Stein- und Braunkohle zur Stromerzeugung einsetzen. Die niedrigen Preise für die Emissionsberechtigungen im Jahr 2007 hätten den Unternehmen nur noch wenig Anreiz geboten, statt Kohle auf das weniger klimaschädliche, aber teurere Erdgas zu nutzen.