Persönliche Emissionen

CO2-Fußabdruck aufs Handy schicken lassen

Während in Bali über die Zukunft des Klimas verhandelt wird, bringt eine neue Mobilfunkanwendung der EU-Kommission Nutzern Infos zu ihrem CO2-Fußabdruck aufs Handy. So kann jeder Einzelne erkennen, wie sich sein Alltagsverhalten auf den Klimahandel auswirkt. Die Mobilfunkanwendung

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel (red) - MobGAS führt vor Augen, welche Konsequenzen das Alltagsverhalten für die Emission der drei wichtigsten Treibhausgase hat. Die neue Technologie zeigt: Jeder Einzelne kann einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Emissionen leisten. MobGAS steht ab sofort zur Verfügung und wurde auch auf der UN-Klimakonferenz in Bali vorgestellt.

Mit Benutzertagebuch

Nach Eingabe bestimmter persönlicher Daten wie Ernährung, Nutzung von Verkehrsmitteln, Beleuchtung oder der Verwendung verschiedener Geräte werden die individuellen Emissionswerte für die Treibhausgase Kohlendioxid, Methan und Distickstoffmonoxid berechnet. Auf einer sicheren Website kann ein Benutzertagebuch eingerichtet werden, in dem dann die täglichen, wöchentlichen und jährlichen Emissionen registriert und mit nationalen und weltweiten Durchschnittswerten verglichen werden können. Die neue Anwendung kann dann auf ein Mobiltelefon heruntergeladen werden. In einer Animation wird dargestellt, welchen Beitrag der betreffende Nutzer zur Verwirklichung der Ziele des Kyoto-Protokolls leistet.

Der Lebensstil wirkt sich im Gesamten aus

Gemäß den jüngsten Eurostat-Daten werden 21 Prozent der Emissionen durch industrielle und industriebedingte Prozesse, 31 Prozent durch die Erzeugung von Energie, 20 Prozent durch den Verkehr, 9 Prozent durch die Landwirtschaft, 3 Prozent durch Abfälle und der Rest durch andere Faktoren verursacht. Damit wird deutlich, dass das individuelle Leben den Umfang der Emissionen maßgeblich beeinflusst. Lebensstil und Verbraucherverhalten sind also entscheidende Klimaschutzfaktoren.

mobGAS steht allen Interessenten gebührenfrei zur Verfügung. Um die Verbreitung der neuen Anwendung auf nationaler Ebene zu fördern, sollen Kommunikationsnetzbetreiber und Hersteller von Mobilfunkgeräten eingebunden werden.

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