Wirtschaftskrise

CO2-Ausstoß erstmals in diesem Jahrzehnt gebremst

Erstmals in diesem Jahrzehnt sind 2009 die globalen CO2-Ausstöße zurückgegangen. Angesichts der Wirtschaftskrise fällt dieser Rückgang jedoch geringer aus als erwartet. Gleichzeitig wurden die Ausgaben für erneuerbare Energien um weitere fünf Milliarden Euro erhöht. Wind- und Solarenergie verzeichneten einen neuen Rekordzuwachs.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Münster (red) - Die globalen CO2-Emissionen sind im vergangenen Jahr erstmals in diesem Jahrzehnt leicht zurückgegangen, wie das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mitteilte. Im Jahr 2009 wurden weltweit 31,1 Milliarden Tonnen CO2 emittiert, das sind 1,3 Prozent weniger als im Rekordjahr 2008.

CO2 Ausstoß sinkt nicht so stark wie erwartet

"Angesichts der Wirtschaftskrise fällt der globale CO2-Rückgang deutlich geringer aus als erwartet", sagte IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch. Rückgänge beim CO2-Ausstoß in Europa, den USA, Russland und Japan werden durch deutliche Zuwächse in den asiatischen Ländern und den Staaten im Nahen Osten nahezu kompensiert. Die größten CO2-Sünder sind China und die USA, mit einigem Abstand folgen Russland und Japan.

Das vollständige CO2-Länderranking für 2009 mit den erforderlichen Investitionen in erneuerbare Energien nach dem CERINA-Plan ist unter cerina.org abrufbar.

Ökostrom: Ebenfalls bescheidener Fortschritt

Der globale Wind- und Solarmarkt konnte 2009 neue Rekordwerte beim Zubau verzeichnen. Allerdings sind auch diese mit rund fünf Milliarden Euro eher bescheiden ausgefallen. Allnoch hält jedoch eine jährliche Steigerung von 500 Milliarden Euro für notwendig, "um den steigenden fossilen Energieverbrauch zu bremsen und die globalen CO2-Emissionen zu stabilisieren".