Große Sorge

Clement sieht Aufschwung durch hohe Energiepreise gefährdet

Wirtschaftsminister Clement sieht die steigenden Energiepreise "mit großer Sorge". In einem Gastbeitrag in der "Bild am Sonntag" warnte er daher vorallem die Energieversorger davor, die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes zu gefährden. Dies schade auch den Interessen der Versorgungswirtschaft.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - Die hohen Energiepreise gefährden nach Ansicht von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) die Konjunkturentwicklung in Deutschland. "Ich sehe den starken Anstieg des Rohölpreises und der Energiepreise mit großer Sorge", schrieb Clement in einem Gastbeitrag der "Bild am Sonntag". Dieser Preisschub treffe Deutschland nicht allein, sondern ereigne sich in vielen Ländern Westeuropas. Das gefährde den Aufschwung, der gerade in Gang komme.

Zugleich warnte Clement die Energieversorger davor, die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland zu gefährden. "Mein Appell an die deutschen Energieversorger ist, auch im wohlverstandenen eigenen Interesse alles zu tun, um den Industriestandort Deutschland bei den Energiekosten wettbewerbsfähig zu halten", so Clement weiter.

Er begrüße es, dass das Bundeskartellamt inzwischen prüft, ob die Stromkonzerne ihre Marktmacht mißbrauchen. Zu hohe Strompreise gefährdeten auch die notwendige Belebung der Binnennachfrage.