Personalien

Clement rückt in den Aufsichtsrat von RWE Power

Der frühere Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) ist in den Aufsichtsrat der RWE Power AG gerückt. Wie das Unternehmen in Essen mitteilte, wurde Clement von der Hauptversammlung der RWE Power AG als Nachfolger für ein ausscheidendes Mitglied des Aufsichtsrates gewählt.

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Berlin/Essen (ddp/sm) - Einem Sprecher der RWE Power AG zufolge übernimmt Clement sein neues Amt für zunächst fünf Jahre. Zu der Vergütung wurden keine Einzelheiten bekannt gegeben. Nach Angaben des Sprechers erhielten die Mitglieder des Kontrollgremiums im vergangenen Jahr insgesamt rund 445 000 Euro.

Neben Clement benannte die turnusgemäße Hauptversammlung noch Dr. Eric Strutz (Commerzbank AG) und Dr. Michael Werhahn (Wilh. Werhahn KG) für die ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Andreas de Maizière (ehemals Commerzbank AG), Dr. Norbert Wiemers (Wilh. Werhahn KG) und Prof. Dr. Wilhelm Nölling (Senator a.D.). Die übrigen 18 Mitglieder des Gremiums wurden wiedergewählt. Der Vorstandsvorsitzende der RWE AG, Harry Roels, wurde in seinem Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden von RWE Power bestätigt.

Die RWE Power AG zeichnet für die Stromerzeugung des Essener RWE-Konzerns mit seinen Atom- und Braunkohlekraftwerken verantwortlich. Bei RWE Power und den Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland arbeiten den Angaben zufolge etwa 18 000 Beschäftigte.

Da bei der Braunkohleverstromung überproportional viel Kohlendioxid freigesetzt wird, gilt RWE als mit Abstand größter Kohlendioxid-Emittent Europas. In seiner Funktion als Wirtschaftsminister hatte Clement nach Angaben der "Berliner Zeitung" (Dienstagausgabe) wesentlich dazu beigetragen, dass die Braunkohlekraftwerke des Essener Konzerns mit einer entsprechend großen Anzahl von Kohlendioxid-Zertifikaten ausgestattet wurde. Dies hatte zur Folge, dass sich die Nutzung der Braunkohle für RWE mit der Einführung des Handels mit Emissionsrechten nicht wesentlich verteuerte.

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