Pro Kohlekraft

Clement erneuert Kritik an Ypsilantis Energiepolitik

Der frühere Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hat seine Kritik an der hessischen SPD-Chefin Andrea Ypsilanti und deren Energiepolitik erneuert. Moderne Kohlekraftwerke könnten künftig "nahezu CO2-frei gefahren werden", schreibt Clement in einem Beitrag für die "Welt am Sonntag".

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/Bochum (ddp-nrw/sm) - Doch obwohl dies eigentlich alle Klimaschützer hoffnungsfroh stimmen müsste, sei dem in Deutschland offenbar nicht so. In Hessen hätten Ypsilanti und der in ihrem Schattenkabinett für die Bereiche Umwelt und Wirtschaft vorgesehene SPD-Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer "genau dieser Großtechnologie den Kampf angesagt - und ihr Ziel zum Glück verfehlt", schreibt Clement.

Clement hatte bereits unmittelbar vor der hessischen Landtagswahl Ende Januar ebenfalls in der "Welt am Sonntag" Ypsilantis Energiepolitik kritisiert und indirekt von ihrer Wahl abgeraten. Das brachte dem früheren SPD-Bundesvize ein Parteiausschlussverfahren ein, das mit einer Rüge durch die Schiedskommission der Bochumer SPD wegen Verstoßes gegen die Regeln der innerparteilichen Solidarität endete. Obwohl ihm damit ein Rauswurf aus der SPD erspart bleibt, hat Clement angekündigt, er werde auch gegen die Rüge Berufung vor der Landesschiedskommission der nordrhein-westfälischen SPD einlegen.