Atomkraft und EEG-Förderung

Clement beklagte "schwerste Fehler" in Energiepolitik

Der frühere Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hat erneut scharfe Kritik an der Energiepolitik in Deutschland geübt. "Wir begehen dort schwerste Fehler", sagte er am Mittwoch in der Sendung "Späth am Abend" des Nachrichtensenders n-tv. Unter anderem kritisierte er den geplanten Atomausstieg.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - "Wir haben ja praktisch keine Energiepolitik, sondern das, was wir hier betreiben ist in einer Weise Kosten treibend, dass es einem die Haare zu Berge stehen lassen könnte", klagte der Ex-SPD-Vize. Er bezog sich dabei vor allem auf die Förderung von Solar- und Windenergie und kritisierte erneut den Atomausstieg. Clement warnte: "Wenn wir so weitermachen, können wir die Energieversorgung in Deutschland aus eigener Kraft nicht sichern, sondern wir werden importieren müssen."

Clement war 2005 aus der Politik ausgeschieden. Er sitzt unter anderem im Aufsichtsrat der RWE-Kraftwerkstochter RWE Power AG. Im hessischen Landtagswahlkampf hatte sich Clement mit der indirekten Warnung vor der Wahl der SPD-Kandidatin Andrea Ypsilanti wegen ihrer Energiepolitik den Unmut der SPD zugezogen.