Kostenentlastung

Clearing Bank unterzeichnet Netzverträge mit RWE und E.ON

Die Clearing Bank Hannover will dem deutschen Strommarkt als zentrale Drehscheibe für den Stromhandel eine einheitliche Abwicklung bei gleichzeitiger Übernahme des Kreditrisikos anbieten. Dadurch soll der Stromhandel für alle Teilnehmer einfacher und sicherer werden. Erste Netznutzungsverträge mit RWE und E.ON wurden bereits abgeschlossen.

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Die Clearing Bank Hannover AG (CBH) will die Abwicklung des Over-the-Counter (OTC) Stromhandels Ende des Sommers aufnehmen. Deshalb hat sie mit den deutschen Energieversorgern RWE und E.ON Verträge abgeschlossen, die ihr den Zugang zu den Übertragungsnetzen ermöglichen.

Weiterhin wird das Clearing für die Teilnehmer erheblich einfacher: Die Termingeschäfte sind von der Umsatzsteuer entlastet. Sie wird erst bei der Lieferung fällig. Das hat vor wenigen Tagen die Finanzverwaltung offiziell bestätigt.

Das Clearinghaus in Hannover führt seit 1998 als zentrale Gegenpartei die Abwicklung der Handelsabschlüsse an der Warenterminbörse Hannover (WTB) durch. Bisher wurde der Stromhandel zwischen den Beteiligten bilateral durchgeführt. Dies hat einen hohen Verwaltungsaufwand und umfangreiche Kreditprüfungen zur Folge. Die CBH bietet dem Markt als zentrale Drehscheibe für den Stromhandel eine einheitliche Abwicklung bei gleichzeitiger Übernahme des Kreditrisikos an. Dadurch wird der Stromhandel für alle Teilnehmer einfacher und sicherer gemacht. "Dies wird zu einer spürbaren Kostenentlastung bei den Marktteilnehmern führen", erklärte Dr. Ziegenhorn, Vorstandsvorsitzender der Clearing Bank.