Alles clear?!

Clearing Bank Hannover AG übernimmt Stromhandel-Clearing

Die Clearing Bank Hannover (CBH) wird künftig als zentrale Abrechnungsstelle beim Stromterminhandel auftreten. Der besondere Vorteil für die Teilnehmer liegt in der vereinfachten Abwicklung der Geschäfte und in der Reduzierung des Kontrahentenrisikos. Zur Vorbereitung auf den Handel mit geclearten Produkten gibt es vier Workshops.

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Die Clearing Bank Hannover AG (CBH) startet jetzt auch das Clearing für den Stromhandel in Deutschland. Der Online-Test für Marktteilnehmer soll am 21. Juni beginnen. Der Echtbetrieb ist für Ende Sommer geplant.

Nahezu der gesamte Stromterminhandel wird in Deutschland derzeit bilateral, d. h. zwischen den Produzenten und Stromhändlern, durchgeführt. Für dieses Marktsegment wird die CBH als zentrale Abrechnungsstelle auftreten. Der besondere Vorteil für die Teilnehmer liegt in der vereinfachten Abwicklung der Geschäfte und in der Reduzierung des Kontrahentenrisikos. "Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass der Stromterminhandel innerhalb weniger Jahre das Sechsfache der deutschen Stromerzeugung von 530 Terawattstunden erreicht hat", sagte Dr. Udo Ziegenhorn, Vorstandsvorsitzender der Clearing Bank.

"Händler wollen kein Kontrahenten-Risiko", ist Ron Levi, Managing Director bei GFI, London, überzeugt. "Handeln über staatliche beaufsichtigte Broker wie GFI und das Clearing der Geschäfte durch die Clearing Bank sorgen für die Risikominimierung, nach der Händler suchen. Eine höhere Liquidität und ein weiteres Wachstum des Marktes werden hierdurch gewährleistet." Die Clearing Bank bietet die Abwicklung von physischen Terminkontrakten für das deutsche Stromnetz an und garantiert als Zentrale Gegenpartei deren Erfüllung.

Das Clearingregelwerk ist jetzt veröffentlicht und steht Teilnehmern in Vorbereitung auf den Handel mit geclearten Produkten, der im dritten Quartal beginnen soll, zur Verfügung. In vier Städten werden Workshops angeboten, die den Handelsteilnehmern ermöglichen, sich mit dem Regelwerk und dem Clearingverfahren vertraut zu machen: 12. Juni in Hamburg, 13. Juni in Frankfurt, 17. Juni in London und 18. Juni in München.

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