Einschätzung

Claassen: Keine steigenden Gas- und Ölpreise durch Ölstreit

Der Vorstandsvorsitzende des Energieversorgers EnBW, Utz Claassen, rechnet nicht damit, dass durch den aktuellen Ölkonflikt zwischen Weißrussland und Russland die Gas- und Ölpreise kurzfristig steigen. "Wir müssen uns keine Sorgen machen", sagte Claassen in einem Zeitungsinterview.

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Hamburg (ddp/sm) - Der Konflikt um Weltmarktpreise zwischen Russland und Weißrussland habe keine spürbaren Auswirkungen auf Deutschland. Russland hat die Erdölleitung nach Deutschland gesperrt, betonte der EnBW-Chef gegenüber der "Bild"-Zeitung. Auch der Gaspreis werde kurzfristig stabil bleiben, versicherte Claassen. Langfristig könne aber niemand sagen, wie teuer Gas noch werde. Beim Benzin rechne er ebenfalls nicht mit steigenden Preisen, sagte er. Das milde Wetter in den USA sei wesentlich wichtiger für den Weltmarktpreis als eine Pipeline durch Weißrussland. "Wenn also der Winter weiter so mild bleibt, wird Benzin wohl nicht teurer", sagte er.