Preisverfall

Chinesische Konkurrenz drückt offenbar Solarmodul-Preise

Gut für den Kunden, schlecht für die Hersteller: Die deutsche Solarindustrie muss nach eigenen Angaben einen drastischen Preisverfall verkraften. Schuld seien in erster Linie die Chinesen, hieß es.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - "Dieses Jahr ist der Preisverfall am Solarmarkt extrem. Schon jetzt liegen die Preise für Solarmodule mindestens ein Drittel niedriger als vor einem Jahr, zum Teil sogar 40 Prozent", sagte der Chef der Solarsparte des Energieriesen BP, Reyad Fezzani, der "Berliner Zeitung" (Montagsausgabe).

Insbesondere die deutschen Hersteller geraten demnach unter Druck. So koste die Fertigung von Solarmodulen aus dem Vorprodukt Wafer etwa bei der Bonner Firma Solarworld doppelt so viel wie beim chinesischen Konkurrenten Suntech, zitierte die "Berliner Zeitung" aus einer Studie des Marktforschungsinstituts Photon Consulting.

Fezzani erwartet nach eigenen Worten, dass der Markt dieses Jahr trotz der gesunkenen Preise nicht in Gang kommen wird: "Voriges Jahr wurden weltweit Photovoltaikmodule mit einer Leistung von fünf Gigawatt verkauft. Dieses Jahr erwarten wir eine Stagnation oder sogar ein Absinken um bis zu 15 Prozent."