Chinesische Energieexperten besuchten Heizkraftwerk Frankfurt (Oder)

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com
Eine Delegation von chinesischen Energieexperten besuchte gestern das Heizkraftwerk Frankfurt (Oder), eines der Weltweiten Projekt der EXPO 2000. Hintergrund: Hauptenergieträger in China ist die Steinkohle mit 76 Prozent. Dadurch trägt China mit bis zu 10 Prozent zum weltweiten Kohlendioxid-Ausstoß bei. Bei einer Fortschreibung der gegenwärtigen Entwicklung würde sich der Ausstoß auf 15 bis 20 Prozent erhöhen.


Um die Emissionen nur moderat ansteigen zu lassen, ist die Einführung moderner Energietechniken unumgänglich, so Prof. Ma Guo Jun vom Research Institute of State Power Company. Das bedeute eine Umstellung auf umweltschonendere Energieträger, Filteranlagen für Kraftwerke und Industrie, Modernisierung oder Stillegung alter Anlagen und den Neubau moderner Kraftwerke. Während der Führung durch das Heizkraftwerke interessierten sich die Besucher aus diesem Grund besonders für die Rauchgasreinigungsanlagen. Im Heizkraftwerk Frankfurt/Oder ist dem Braunkohlestaubkessel zur Minimierung der Emissionen eine trockene Entschwefelungsanlage mit Schlauchfilteranlage nachgeschaltet. Durch dieses spezielle Rauchgasreinigungsverfahren werden die üblichen Grenzwerte für das entstehende Schwefeldioxid um über 40% unterschritten.


Insgesamt zeigten sich die Gäste beeindruckt von dem hohen technischen Niveau der Anlage und sprachen den Mitarbeitern der Stadtwerke ihre Anerkennung aus.