Strom-News
VorbereitungDie Volksrepublik China bereitet sich darauf vor, am internationalen Handel mit Emissionsrechten für das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) teilzunehmen. Zunächst soll ein Handel innerhalb Chinas aufgebaut werden, um Lerneffekte zu erarbeiten.
Berlin (ddp/red) - Das sagte der Berater der chinesischen Zentralregierung in Peking, Klaus Töpfer, der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "Die Welt". Der frühere Bundesumweltminister berät als stellvertretender Vorsitzender des "China Council" die Zentralregierung in Peking in Fragen der Nachhaltigkeit. Zudem hat Töpfer einen Lehrstuhl für Nachhaltige Entwicklung in Schanghai.
Über die Teilnahme Chinas am Emissionshandel gebe es bereits Gespräche, sagte Töpfer: "Man wird allerdings zunächst einen Emissionshandel innerhalb Chinas zwischen den einzelnen Sektoren und Regionen aufbauen. In diesem System will man die Lerneffekte erarbeiten, um sich dann in einem zweiten Schritt in ein internationales System einzubringen."
Töpfer begrüßte das jüngste Angebot der chinesischen Regierung, die Kohlenstoff-Intensität der eigenen Volkswirtschaft bis 2020 um bis zu 45 Prozent zu verringern: "Diese Entscheidung entspricht ganz und gar dem, was Präsident Hu Jintao bereits vor den Vereinten Nationen angedeutet hat", sagte er . "Jetzt aber wurde es mit konkreten Zahlen versehen. Das ist ein ganz wichtiger Schritt." Der Klimawandel stelle insbesondere für die Wasserversorgung großer Teile Chinas eine immense Gefahr dar.
Der Newsletter von Strom-Magazin.de
Bekommen Sie kostenlos jeden Mittwoch aktuelle News vom Strom- und Gasmarkt direkt in Ihr Postfach! Jetzt anmelden:
China wird es nach eigenen Angaben schwer fallen, seinen Energieverbrauch wie angestrebt bis 2010 um 20 Prozent zu senken. Zwar sei der Energieverbrauch pro BIP-Einheit gesunken, angesichts des Wirtschaftswachstums verbrauche China jedoch mehr Energie als im Vorjahr.
Für den umstrittenen Bau des riesigen Drei-Schluchten-Staudamms in China haben die Behörden bislang mehr als eine Million Menschen umgesiedelt. Dabei seien von den Behörden versprochene Entschädigungen bislang nicht ausgezahlt worden, zudem wurden Gelder aus dem Etat für das Bauprojekt veruntreut.
China will mit Hilfe einer US-Firma das größte Solarkraftwerk der Welt bauen. Dieses soll eine Leistung von zwei Gigawatt haben - das ist etwa so viel wie zwei Atomkraftwerke erzeugen. Das Solarkraftwerk soll drei Millionen Menschen mit sauberem Strom versorgen.
Einem Zeitungsbericht vom Samstag zufolge soll sich die große Koalition auf ein Gesetz für "grüne Kohle" geeinigt haben. Unklar ist offenbar noch, wie lange die Betreiber für eine sichere CO2-Lagerung haften sollen.
Das Bundeskabinett hat den Einstieg in die Versteigerung von CO2-Berechtigungen beschlossen. Die entsprechende Verordnung regelt die Versteigerung von jährlich 40 Millionen Zertifikaten für die Jahre 2010 bis 2012, die den Betreibern von Kraftwerken nicht kostenlos zugeteilt wurdenStrompreise vergleichen
Einfach Postleitzahl und jährlichen Stromverbrauch in kWh eingeben und günstige Stromtarife finden!