Staudammprojekt

China plant vier neue Wasserkraftwerke

China will vier Wasserkraftwerke an einem Nebenfluss des Jangtse, dem Jinsha, bauen. Der ehrgeizige Bau ist das größte Staudammprojekt aller Zeiten. Es kostet etwa 22 Milliarden US-Dollar. Insgesamt 26 Turbinen liefern nach dem Endausbau Strom. Der Damm soll zugleich den Überschwemmungen am Jangtse ein Ende setzen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Peking (ddp/sm) - China hat den Bau von vier Wasserkraftwerken an einem Nebenfluss des Jangtse, dem Jinsha, in Aussicht gestellt. Die Projekte haben insgesamt eine Kapazität von 38,5 Millionen Kilowatt und kosten gut 24 Milliarden US-Dollar, meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag. Nach bisherigen Plänen wird 2005 mit dem Bau begonnen, bis 2020 sollen alle Anlagen in Betrieb sein.

Die Investitionen werden mit den Erträgen aus dem Drei-Schluchten-Projekt finanziert, hieß es. Dieser ehrgeizige Bau, mit dessen endgültiger Fertigstellung 2009 gerechnet wird, ist das größte Staudammprojekt aller Zeiten. Es kostet etwa 22 Milliarden US-Dollar. Insgesamt 26 Turbinen liefern nach dem Endausbau Strom. Der Damm soll zugleich den ständigen Überschwemmungen am Jangtse ein Ende setzen.

Die Bundesregierung hat nach einem Bericht der Deutschen Welle billige Kredite gewährt, die deutschen Unternehmen Zulieferaufträge für das Drei-Schluchten-Projekt sichern. So soll die Siemenssparte Power Transmission and Distribution unter anderem 15 Transformatoren für rund 44,5 Millionen Euro liefern. Nach Ansicht von Marktexperten bestehen damit durchaus Aussichten, dass deutsche Hersteller auch für die neuen Vorhaben als Zulieferer dienen könnten.