Hohe Belastungen

Chemiebranche fordert Befreiung von EEG-Umlage

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) fordert eine Befreiung des in Werksnetzen erzeugten Stroms von der EEG-Umlage. Der Strom werde besonders effizient aus KWK-Anlagen erzeugt, argumentiert der Verbandsvorsitzende Wilfried Köplin bei der Anhörung im Bundestag zur EEG-Novelle.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Frankfurt/Main (red) - Obwohl KWK-Anlagen Strom auf besonders umweltverträgliche Weise erzeugen, müssen die Betreiber für sie bislang die EEG-Umlage entrichten. "Wir brauchen eine Entlastung dieser Anlagen von der EEG-Umlage, damit die Chemie ihren Beitrag leisten kann, das von der Bundesregierung in Meseberg beschlossene Ziel zum Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung zu erreichen", so Köplin.

Um ökologische und wirtschaftliche Erwägungen zu vereinbaren, so argumentiert der VCI, müsse die Stromerzeugung und -lieferung an industrielle Verbraucher innerhalb von Werksnetzen freigestellt werden. Außerdem hält es der VCI für erforderlich, dass mit der Reform des EEG die Härtefallregelung für Neuanlagen verbessert werde, um Investitionen nicht zu gefährden.

Die Förderung erneuerbarer Energien belaste die chemische Industrie in Deutschland jährlich mit rund 170 Millionen Euro infolge erhöhter Strompreise, betont der Verband. Weitere Preissteigerungen würden mittelfristig zu Verlagerungen stromintensiver Produktionen führen.