Erfolge nicht kleinreden

Chefregulierer erwartet Milliardenentlastung für Stromverbraucher

Der Präsident der Bundesnetzagentur Matthias Kurth hat in einem Interview mit den "Stuttgarter Nachrichten" davor gewarnt, die Erfolge der Netzentgeltsenkung bei den großen deutschen Stromversorgern "kleinzureden". Er erwartet daher auch im Endkundenbereich eine massive Entlastung.

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Stuttgart (ddp.djn/sm) - Die deutschen Stromverbraucher werden von der Absenkung der Stromnetzkosten bei den Energiekonzernen nach Ansicht von Chefregulierer Matthias Kurth massiv profitieren. "Wenn wir unsere Arbeit abgeschlossen haben, wird sich das wahrscheinlich zu einer Entlastung im Milliardenbereich summieren", sagte der Präsident der Bonner Bundesnetzagentur den "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwochausgabe).

Der Behördenchef warnte davor, den Nutzen der Maßnahmen "kleinzureden" und verwies auf die in den kommenden Wochen anstehenden Entscheidungen in den Stromverteilnetzen, wo zusätzliche Kostensenkungen zu erwarten seien. "Wenn wir die Netzkosten um insgesamt zehn Prozent kürzen, macht das immerhin schon 3,3 Prozent des Endkundenpreises aus", sagte Kurth.

Die Bundesnetzagentur hatte zum 1. August die Netzkosten der Karlsruher EnBW, der RWE und der E.ON-Tochter Thüringer Energienetze in deutlich niedrigerer Höhe bewilligt als von den Unternehmen beantragt.