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Checkliste für die Heizkostenabrechnung

Nach dem ungewöhnlich kalten Dezember werden Verbraucher auch in dieser Wintersaison mit sehr hohen Heizkosten zu kämpfen haben. Der Deutsche Mieterbund hat jetzt eine Checkliste herausgegeben, anhand derer überprüft werden kann, ob die eigene Abrechnung den gesetzlichen Vorgaben genügt.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) - Die Heizkostenabrechnung lässt sich anhand der unten stehenden Punkte auf ihre Richtigkeit prüfen. Sollte eine der Fragen mit "Nein" beantwortet werden, empfiehlt der Deutsche Mieterbund eine Beratung beim örtlichen Mieterverein.

Verbraucherschützern zufolge häufen sich fehlerhafte Abrechnungen bei den Heizkosten. Im vergangenen Jahr war beispielsweise in Rheinland-Pfalz bei einer Überprüfung von Abrechnungen der vergangenen zehn Jahre nahezu jeder zweite Heizkosten-Bescheid als fehlerhaft beanstandet worden. Ähnliche Probleme habe es in Brandenburg gegeben, besonders bei Häusern mit hohem Leerstand oder veralteten Heizungsanlagen.

Die Checkliste

  • Hat der Vermieter die Abrechnungsfrist von zwölf Monaten eingehalten (Ausschlussfrist)?
  • Beträgt der Abrechnungszeitraum ein Jahr?
  • Bei Erdgas, Fernwärme oder Nahwärme: Sind die verbrauchte Energiemenge und der dafür bezahlte Preis angegeben?
  • Bei Öl oder anderen festen Brennstoffen: Sind der Anfangsbestand und der Restbestand angegeben? Wurde der Restbestand richtig bewertet und korrekt abgezogen? Enthält die Abrechnung eine Aufstellung der einzelnen Lieferungen nach Lieferdatum, Menge und Einzelpreis?
  • Fallen alle Daten der Lieferungen in den Abrechnungszeitraum?
  • Wartungskosten sollten unter fünf Prozent der Brennstoffkosten liegen. Ist diese Grenze eingehalten?
  • Betriebsstromkosten sollten nicht über fünf Prozent der Brennstoffkosten liegen. Sind diese Werte eingehalten?
  • Entspricht der Verteilerschlüssel dem des Vorjahres? Änderungen sind nur in Ausnahmefällen zulässig.
  • Wenn Ihr Verbrauch geschätzt werden musste - entspricht die Schätzung den Vorgaben der Heizkosten Verordnung?
  • Entspricht der Verteilerschlüssel den Vorgaben der Heizkostenverordnung? Sind die Grundkosten für Heiz- und Warmwasserkosten mit 30 bis 50 Prozent angesetzt worden, die Verbrauchskosten entsprechend mit 50 bis 70 Prozent?
  • Hat der Vermieter nicht verbrauchsabhängig abgerechnet, obwohl er nach der Heizkostenverordnung hierzu verpflichtet wäre, können Sie 15 Prozent von Ihrer Rechnung direkt abziehen, sagt der Mieterbund.