Ursache unklar

Chaos in Trier: 200.000 Menschen ohne Strom

Im Feierabendverkehr ging nichts mehr, in Bürogebäuden blieben reihenweise die Fahrstühle stecken: Besorgte Bürger befürchteten, es handele sich um einen Terroranschlag, als von Trier bis Luxemburg gestern nachmittag plötzlich die gesamte Stromversorgung für mehrere Stunden lahmgelegt war.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Trier (red) – In der Region Eifel-Hunsrück hat sich gestern ein Stromausfall ungewöhnlichen Ausmaßes ereignet. Der Grund dafür ist nach wie vor unklar, mittlerweile geht RWE jedoch davon aus, dass der Ursprung in Luxemburg lag.

In Trier mussten etwa zehn Menschen aus steckengebliebenen Fahrstühlen, in Luxemburg zahlreiche Besucher der Kirmes "Schueberfour" aus den Fahrgeschäften befreit werden. Die Straßen waren im Feierabendverkehr ein einzigen Chaos. Viele Geschäften und Kneipen schlossen, da Alarmanlagen und Kassensysteme nicht mehr funktionierten. Patienten mussten Zuhause mit Sauerstoff versorgt werden. Viele Bürger riefen besorgt bei der Polizei an, da sie einen terroristischen Anschlag befürchteten, wofür es jedoch keinen Hinweis gab.

Obwohl RWE - nach drei Stunden ohne Strom - gegen 20 Uhr die Elektrizität schrittweise wieder aufschaltete, will die Stadt ihre Notfallplanung überdenken. Aus dem Katastrophenstab hieß es, die Informationen erreichten die betroffenen Haushalte nicht schnell genug.