Atomkraft ist Öko-Energie

CDU will mit Umweltpapier ihr Öko-Profil schärfen (Upd.)

Die CDU will ihr umweltpolitisches Profil schärfen. Der CDU-Bundesvorstand beschloss dazu am Montag in Berlin einstimmig ein Papier für eine nachhaltige Klimapolitik. Generalsekretär Ronald Pofalla bezeichnete Kernkraft indes als "Öko-Energie".

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Berlin (ddp/sm) - . Das Papier führe "Klima, Umwelt und Verbraucherschutz zusammen", mit dem Ziel "die Schöpfung zu bewahren". Dies sei ein "zentrales Thema" der CDU, sagte Pofalla. Nach der Diskussion an der Basis soll der Stuttgarter Parteitag Anfang Dezember in Stuttgart die Leitlinien beschließen. Die Partei bekräftigt darin das von der Bundesregierung formulierte Ziel, den CO2-Ausstoß bis 2020 im Vergleich zu 1990 um bis zu 40 Prozent zu senken. Damit soll der Gefahr des globalen Klimawandels Rechnung getragen werden. Bis 2020 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch beim Gas 20 Prozent und beim Strom 30 Prozent ausmachen und bis 2050 den Hauptanteil an der Energiebereitstellung in Deutschland darstellen.

Pofalla: "Atomkraft ist Öko-Energie"

An der Kernkraft will die CDU "auf absehbare Zeit" festhalten. Pofalla unterstrich, Atomkraftwerke lieferten preiswerten und umweltfreundlichen Strom. "Kernkraft ist für die CDU Öko-Energie", sagte der CDU-Generalsekretär. Er hob hervor, die CDU verfolge eine Klimapolitik mit Augenmaß. Dabei würden Umwelt- und wirtschaftliche Interessen nicht gegeneinander ausgespielt. Den Grünen warf er vor, Umweltpolitik noch immer "sehr ideologisch" zu betreiben.

Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) sagte, die CDU habe den "Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen immer als zentrales Thema behandelt". Es sei eine "urchristdemokratische Angelegenheit, die Schöpfung zu bewahren". Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) betonte, die CDU habe eine lange Tradition als eine Partei, die "den Schutz des Planeten" ernstnehme. Dies müsse sie künftig deutlicher herausstellen.