Anhaltender Unmut

CDU-Politiker: Fukushima wäre hier nicht möglich

Knapp ein Jahr nach der Atomkatastrophe in Fukushima hält der Unmut über den geplanten Atomausstieg in Teilen der Union an. Er habe den Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung "technisch nicht richtig verstanden", sagte Unionsfraktionsvize Michael Fuchs (CDU) am Freitag im Deutschlandfunk.

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Berlin (afp/red) - In Deutschland sei weder ein verheerendes Erdbeben noch ein Tsunami wie vor einem Jahr in Japan denkbar. Das bedeute, "dass ein solches Unglück in Deutschland nicht passieren könnte". Zudem vertraue er auf die "deutsche Ingenieurskunst".

Votum der Bevölkerung muss akzeptiert werden

Fuchs verwies darauf, dass Deutschland nun Atomstrom aus Nachbarländern beziehe. "Wir sind deswegen nicht sicherer geworden", fügte er hinzu. Der Abgeordnete räumte ein, dass ein Festhalten am Atomstrom politisch nicht durchsetzbar sei. Er habe das Votum "des großen Teils der Bevölkerung" gegen den Atomstrom zu akzeptieren.

Am 11. März vergangenen Jahres löste ein Tsunami in Folge eines schweren Erdbebens die Atom-Katastrophe von Fukushima aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reagierte mit einer Kurswende auf das Desaster: Die wenige Monate zuvor von Union und FDP gegen erbitterten Widerstand durchgesetzten längeren Akw-Laufzeiten wurden zurückgenommen und ein beschleunigter Atomausstieg beschlossen.