Nicht verschenken

CDU: Emissionsrechte versteigern

Energiepolitiker der Union fordern, die Rechte zum Ausstoß von Abgasen nicht komplett an die deutschen Stromkonzerne zu verschenken. Medienberichten zufolge sollten die Rechte, die Millionen von Euro wert sind, sollten nach den Vorstellungen der Union statt dessen versteigert werden.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - "Die Erlöse aus der Versteigerung können zur Senkung der Stromsteuer genutzt werden", sagte der energiepolitische Sprecher der Unions-Fraktion Joachim Pfeiffer (CDU) der "Financial Times Deutschland". Dies sei die schnellste Art, die Stromkunden zu entlasten und den Anstieg der Preise zu stoppen. "Wir müssen prüfen, ob wir nicht schon 2008 in die Versteigerung einsteigen", fügte er hinzu.

"Eine Versteigerung der Rechte statt einer kostenlosen Ausgabe ist die einfachste und schnellste Möglichkeit, die Stromkunden an diesen Windfall-Profiten teilhaben zu lassen", sagte Pfeiffer. Er kündigte an, dass das Thema im November von der Unions-Fraktion beraten wird.

Unterstützung kam aus Hessen. "Mit der Versteigerung würde der ungerechtfertigte Extragewinn der Stromerzeuger beseitigt", sagte Hessens Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU). Zugleich sänken durch die geringere Stromsteuer private und gewerbliche Stromrechnungen, ohne dass der Staatshaushalt belastet werde.