Atomkraftgegner

Castor-Widerstand plant zahlreiche Aktionen gegen Transport

Gegen einen voraussichtlich am Freitag beginnenden Atomtransport von Frankreich nach Gorleben haben verschiedene deutsche Anti-Kernkraftbündnisse Blockadeaktionen angekündigt. Entlang der Strecke sollen Kundgebungen, Laternenumzügen, Musik- und Kunstaktionen sowie Sitzblockaden stattfinden.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp-nrd/sm) - "Wir wollen den Castor-Transport behindern, möglichst aufhalten und zurückschicken", sagte Fritz Storim von der Gruppe "Systemoppositionellen Atomkraft Nein Danke" (SAND) am Dienstag. SAND protestiert damit gegen die nach eigenen Angaben "unverantwortbare Politik der Strommonopolisten und der Regierung, die trotz ständiger Störfälle und Beinahekatastrophen die AKWs weiterlaufen lassen". Storim forderte die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen. Eine Ver- oder Behinderung des Castor-Transportes störe die Atom-Energieproduktion und damit auch die Produktion neuen nuklearen Abfalls empfindlich, hieß es.

Voraussichtlich am Freitagnachmittag soll der Transport mit zwölf Atommüllbehältern per Bahn und Tieflader aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague ins niedersächsische Wendland beginnen. In dem unweit von den Schächten des Gorlebener Salzstock gelegenen Zwischenlager stehen bereits fünf Behälter mit abgebrannten Brennelementen und 63 Behälter mit Glaskokillen.