Countdown

Castor-Transport in Frankreich gestartet (Upd.)

Der Castor-Transport vom französischen Valognes nach Gorleben ist nach Angaben der Organisation Sortir du nucléaire am Mittwochnachmittag gestartet. Der Zug mit den hoch radioaktiven Abfällen wird nun voraussichtlich am Donnerstagmorgen die deutsche Grenze überqueren. Es ist der letzte Transport aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Valognes/Hannover (dapd/red) - Zuvor hatten rund dreihundert französische Aktivisten die Abfahrt des Zuges verhindern wollen. Sie blockierten die Gleise und stapelten Steine und Äste auf den Gleisen. Auf der rund 1.000 Kilometer langen Strecke zur deutschen Grenze werden zahlreiche weitere Aktionen von deutschen und französischen Atomkraft-Gegnern erwartet.

Umfangreiche Strahlenmessungen

Beim aktuellen Castor-Transport soll es wieder umfangreiche Strahlenmessungen geben. Es gehe um den Schutz der Bevölkerung und des Begleitpersonals, sagte am Mittwoch eine Sprecherin des niedersächsischen Umweltministeriums in Hannover. Die Grenzwerte für radioaktive Kontamination sowie auch die Dosisleistung von 0,1 Millisievert pro Stunde in zwei Meter Abstand müssten sicher eingehalten werden.

Die elf Behälter des Typs "Castor HAW 28M" würden bereits vor dem Transport in Frankreich auf Oberflächenkontamination und Dosisleistung untersucht. Ein weiteres Mal werde die Dosisleistung nach der Umladung in Dannenberg an den mit den Behältern beladenen Straßenfahrzeugen gemessen. Bei der Annahme im Transportbehälterlager (TBL) in Gorleben werden die Castoren dann nach den Anforderungen des Lagerrechtes auf Kontamination und Dosisleistung ausgemessen.