Atommüll-Transport

Castor erreicht Gorleben

Heute morgen hat der Konvoi mit zwölf Castorbehältern, die seit Sonntagabend auf dem Weg von der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague ins niedersächsische Zwischenlager Gorleben sind, sein Ziel erreicht. Die siebte Atommüll-Transport nach Gorleben wurde von Protesten begleitet und kam daher mit mehr als sechsstündiger Verspätung im umstrittenen Zwischenlager an.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Proteste hatten bereits in Frankreich begonnen und auch auf der Strecke zwischen Heilbronn und Würzburg musste der Castor mehrfach stoppen. U.a. hatten sich zwei Demonstranten in einem Rohr unter den Gleisen angekettet. Gestern Abend wurden die Behälter dann am Verladebahnhof Dannenberg ebenfalls unter massiven Protesten von der Schiene auf die Straße verlegt. Zwischen Dannenberg und Gorleben hatte die Polizei zuvor mehrere Sitzblockaden aufgelöst. Dabei wurden etwa 350 Atomkraftgegner in Gewahrsam genommen. Bei Langendorf hatten Unbekannte eine Nacht zuvor eine Kreisstraße unterspült.

Laut Spiegel online begleiteten allein in Niedersachsen fast 13 000 Beamte von Polizei und Bundesgrenzschutz den Castortransport. Grobe Auseinandersetzungen konnten jedoch vermieden werden, obwohl Demonstranten der Polizei unverhältnismäßiges Vorgehen vorwarfen.

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