Geldforderung der Polizei

Castor-Blockierer verweigern Wegtragegebühr

Die im Dezember an der Blockade des Castor-Transports nach Lubmin beteiligten Aktivisten der Umweltorganisation Robin Wood wollen gegen die Geldforderung der Polizei rechtlich vorgehen. Beide hielten den von der Bundespolizei zugeschickten Bescheid für nicht gerechtfertigt und würden ihn daher rechtlich überprüfen lassen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (dapd/red) - Das sagte eine Robin-Wood-Sprecherin am Dienstag in Hamburg.

Die Frau aus Dresden und der Mann aus Köln hatten sich Mitte Dezember wenige Kilometer vor dem Zielort des Castor-Transports am Atommüllzwischenlager Nord bei Lubmin mit einer Betonkonstruktion an die Schienen angekettet und dadurch für eine sechsstündige Verspätung des Zuges gesorgt. Beamte der Bundespolizei waren über mehrere Stunden damit beschäftigt gewesen, die beiden Aktivisten unverletzt aus dem Gleisbett zu entfernen.

Nach Angaben von Robin Wood sollen die Aktivisten zusammen 8.429 Euro zahlen. Die Polizei hatte am Montag noch mitgeteilt, dass an beide Aktivisten Bescheide zur Zahlung von jeweils 8.450 Euro Personalkosten für den Polizeieinsatz geschickt worden seien. Ein Sprecher der Polizei bestätigte nun die Zahl von Robin Wood. Es habe sich bei der früheren Mitteilung um eine unkorrekte Darstellung eines Polizeibeamten gehandelt.