Stromkosten sparen

Caritas: Stromspar-Projekt für Hartz-IV-Haushalte geht weiter

Das Energiesparprojekt für einkommensschwache Haushalte von Caritas und mehreren Energieagenturen wird weiter fortgesetzt. Empfänger von Hartz IV wird ein kostenloser Stromspar-Check angeboten, zudem erhalten Sie tipps, wie Sie Strom sparen und damit den Geldbeutel entlasten können.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (ddp/red) - Wie der Deutsche Caritasverband (DCV) und der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) am Mittwoch in Berlin mitteilten, soll das Angebot an Empfänger von Arbeitslosengeld II, einen kostenlosen Stromsparcheck in Anspruch zu nehmen, bis Ende 2010 auf zusätzliche Regionen ausgedehnt werden.

Kostenlose Hilfe zum Energie sparen

In dem Projekt wurden seit Februar 588 Langzeitarbeitslose zu Stromsparhelfern fortgebildet, um inzwischen über 11 000 Hartz-IV-Haushalte über individuelle Energiesparmöglichkeiten zu beraten. Außerdem seien den Haushalten kostenlose Soforthilfen wie Energiesparlampen und schaltbare Steckerleisten zur Verfügung gestellt worden. Neben dem Beitrag zum Klimaschutz soll mit dem Projekt Hilfe für Hartz-IV-Empfänger geleistet werden, die für ihre Stromkosten selbst aufkommen müssten, sagten die Initiatoren.

89 Euro Stromkosten sparen pro Haushalt

Nach Angaben des DCV-Präsidenten Peter Neher haben die Maßnahmen seit Projektbeginn zu einem um durchschnittlich 16 Prozent geringeren Stromverbrauch und einer Kostenersparnis von 89 Euro pro Haushalt geführt. Das durch die Beratung veränderte Nutzerverhalten beim Heizen und beim Wasserverbrauch habe zudem eine jährliche Ersparnis von fast einer halben Million Euro für Bund und Kommunen bewirkt.

Künftig soll das Projekt um zehn weitere Standorte vor allem in den östlichen Bundesländern erweitert werden. Finanziert würden die Maßnahmen wie bisher von der Klimaschutzinitiative der Bundesregierung, die für die zweite Projektphase bis Ende 2010 acht Millionen Euro zur Verfügung stelle. Die Industrie beteiligt sich nach Angaben von DCV und eaD bislang nicht an den Maßnahmen.