Kein Grund zur Unruhe

BWE: Windstromerzeugung voll im Plan

Auch im traditionell windarmen Monat Juli habe der aus Windkraft erzeugte Strom einen wichtigen Beitrag zur Grundversorgung geleistet, teilte der Bundesverband WindEnergie (BWE) heute als direkte Reaktion auf eine VDEW-Veröffentlichung von gestern mit. Der Marktanteil würde planmäßig gesteigert.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - Deutschlands Windmüller haben in der ersten Jahreshälfte 13,5 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Das ist mehr als die Hälfte der gesamten Jahresproduktion 2005. "Strom aus Windenergie ist zuverlässiger als die großen Energieversorger behaupten: Wie in den letzten Jahren wird die Windenergie auch 2006 ihren Marktanteil um einen Prozentpunkt steigern. Und die windreichen Herbstmonate stehen noch bevor", kommentierte Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbands WindEnergie (BWE), eine Veröffentlichung des VDEW von gestern.

Der BWE rechnet für 2006 mit einem Windenergie-Anteil von sechs Prozent an der deutschen Stromversorgung. Denn auch in relativ windarmen Monaten wie dem Juli leiste Windstrom ein wichtiger Beitrag zur Grundversorgung mit Strom. Mit fast einer Milliarde Kilowattstunden habe die Windenergie im Juli genauso viel Strom geliefert wie ein Grundlast-Kraftwerk mit 1300 Megawatt.

"Im Verbund mit Wasserkraft, Solar- und Bioenergie können die erneuerbaren Energien ebenso gleichmäßig Strom produzieren wie konventionelle Kraftwerke - nur sauberer. Gerade die Solarenergie ist in den windschwachen Sommermonaten eine hervorragende Ergänzung zur Windenergie", erläuterte Ahmels. Mehr Sorgen als die Sommerflaute macht BWE-Präsident Ahmels eher der verzögerte Ausbau der Stromnetze, mit dem die Netzbetreiber Umsatzsteigerungen der Windmüller verhindern wollten.