Kritik an EEG-Novelle

BWE verlangt gleichbleibende Vergütung für Windenergie

Der Bundesverband WindEnergie (BWE) hält die Vorschläge des Bundesumweltministeriums zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) für unzureichend. Der Verband drängt bei der anstehenden EEG-Novelle, die realen Vergütungen für Windstrom in den nächsten Jahren stabil zu halten.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Husum (red) - "Deutschland braucht einen forcierten Ausbau der Windenergie für mehr Klimaschutz und Versorgungssicherheit bei gleichzeitig niedrigen Stromerzeugungskosten", sagte BWE-Präsident Hermann Albers auf der internationalen Windenergie-Messe in Husum. Ohne den verstärkten Ausbau der Windenergie lasse sich die Zielmarke von 30 Prozent Ökostrom-Anteil bis 2020 nicht erreichen.

Angesichts gestiegener Stahl- und Kupferpreise sei der Windenergiemarkt jedoch ohnehin im ersten Halbjahr 2007 eingebrochen. Eine Absenkung der Vergütung des Windstroms, wie sie die EEG-Novelle vorsieht, würde diesen Trend noch verstärken. Dabei würde die Windenergie auch bei einer vorübergehend konstant bleibenden Vergütung als "Preisdämpfer" auf dem Stormmarkt wirken. So hätten deutsche Verbraucher 2006 bereits rund drei Milliarden Euro gespart, weil "der Einsatz teurer Spitzenlastkraftwerke aufgrund des vermehrten Windstromangebots immer öfter vermieden wird", so Albers. Damit würden die Mehrkosten der Windenergie für den Verbraucher kompensiert.

Neben einer gleichbleibenden Vergütung für Windenergie fordert der BWE eine Neugestaltung des "Repowering-Bonus", um den effizienten Ersatz von Altanlagen durch moderne Windturbinen voranzutreiben, eine Erhöhung der Vergütungen für Offshore-Windstrom auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau, die Verpflichtung der Netzbetreiber auf einen optimierten Betrieb und einen vorsorgenden Ausbau der Stromnetze sowie einen beschleunigten Netzausbau durch Einsatz von Erdkabeln.