EnBW-Erhöhung

BW-Wirtschaftsminister: Bei Strompreiserhöhungen Anbieterwechsel prüfen

Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister hat dazu aufgerufen, bei Strompreiserhöhungen nicht davor zurück zu schrecken, zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln: "Ich appelliere an die Verbraucher, die Möglichkeiten des Wettbewerbs zu nutzen."

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Stuttgart (red) - "Die Energiepreise werden auf lange Sicht wohl weiter steigen", wagte Pfister einen Blick in die Zukunft. Der Staat habe allerdings die Möglichkeit, dämpfend auf die Preisentwicklung einzuwirken, indem er für Wettbewerb sorge. Gleichzeitig kündigte Pfister an, die Überprüfung der Netznutzungsentgelte in Baden-Württemberg bis Ende des Jahres abzuschließen.

Aufgrund der ersten in Baden-Württemberg entschiedenen Fälle beim Stromnetz, in denen sich Senkungen zwischen acht und 25 Prozent ergeben hätten, sei selbst bei einer konservativen Prognose mit einer Kostensenkung bei den Netznutzungsentgelten von durchschnittlich etwa zehn Prozent zu rechnen. Da die Netznutzungsentgelte etwa 30 Prozent des Gesamtbruttostrompreises bei Haushaltskunden ausmachen, werde sich die Senkung in jedem Fall dämpfend auf die Strompreise auswirken, zeigte sich Pfister sicher.

Was die Gaspreise betreffe, habe die im Wirtschaftsministerium angesiedelte Landeskartellbehörde Anfang April 2006 eine Untersuchung des ganzen Wirtschaftszweiges bei allen Gasversorgungsunternehmen in Baden-Württemberg in die Wege geleitet. Damit soll ein Langzeitpreisvergleich und eine bessere Missbrauchskontrolle möglich sein. Erste Ergebnisse sollen Ende Juli 2006 vorliegen.

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