Hintergründe?!

BW-Umweltministerium: Kündigung in AKW nicht wegen Sicherheitsfragen

Auch das baden-württembergische Umweltministerium ist nun zu dem Schluss gekommen, dass die überraschende Entlassung des Leiters des EnBW-Kernkraftwerks Neckarwestheim nichts mit Sicherheitsfragen zu tun hatte. Bundesumweltminister Trittin ist jetzt ebenfalls über die Vorgänge unterrichtet worden.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (ddp-bwb/sm) - Die Entlassung eines Kraftwerksleiters des Atomkraftwerks (AKW) Neckarwestheim hatte nach Ansicht des baden-württembergischen Umweltministeriums nichts mit Sicherheitsfragen zu tun. Die bisherigen Ermittlungen hätten dafür keinerlei Anhaltspunkte ergeben, teilte das Ministerium am Dienstag mit. Sieben Mitarbeiter der Kraftwerksgesellschaft, darunter auch der Betroffene, seien dazu befragt worden. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) wurde über die Untersuchungsergebnisse informiert.

Die überraschende außerordentliche Kündigung des Kraftwerksleiters im Juli hatte Spekulationen ausgelöst, Grund seien Sicherheitsfragen im AKW gewesen. Der Mann klagt gegen seine Entlassung vor dem Arbeitsgericht Heilbronn, weil seiner Ansicht nach dafür keine Gründe vorlagen.

Der Energiekonzern EnBW, der das AKW Neckarwestheim betreibt, teilte daraufhin mit, die Kündigung habe verhaltensbedingte Gründe. Der Kraftwerksleiter habe in einem Meeting Ende Juni "querulatorisches Verhalten" und "verbale Ausfälle gegenüber unmittelbaren Vorgesetzten" gezeigt. Dabei seien auch Sicherheitsfragen besprochen worden, es sei aber nicht um Sparmaßnahmen gegangen.