Gebäudemodernisierung

BW startet Programm für erneuerbare Energien bei Wohngebäuden

Baden Württembergs Umweltministerin Tanja Gönner gab gestern den Startschuss für ein neues Informations- und Beratungsprogramm "Zukunft Altbau" zur energetischen Wohngebäudemodernisierung sowie ein mit drei Millionen Euro jährlich ausgestattetes neues Klimaschutzförderprogramm "Wohnen mit Zukunft".

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Mit dem Beratungsprogramm wolle das Land "der wachsenden Nachfrage nach unabhängigen Informationen " gerecht werden und den "Boom bei der energetischen Modernisierung in Wohngebäuden weiter stärken", so die Umweltministerin. Da ein Drittel der landesweiten CO2-Emissionen von Wohngebäuden verursacht werden, gebe es in diesem Bereich "noch sehr große Potenziale", um mit "vergleichsweise wenig Aufwand einen wirksamen und dauerhaften Beitrag zum Klimaschutz zu leisten", so Gönner weiter.

Das in die energetische Gebäudemodernisierung "Bewegung gekommen" ist, sei eine erfreuliche Entwicklung. Dennoch gebe es weiterhin einen großen Modernisierungsstau, so Gönner, dieser müsse weiter aufgelöst werden. Durch eine Optimierung der Wärmedämmung könnten bei älteren Wohngebäuden vielfach 50 Prozent und mehr Energie eingespart werden. Investitionen rechneten sich damit bereits häufig nach wenigen Jahren, betonte Gönner.

Das Informations- und Beratungsprogramm 'Zukunft Altbau' sei deshalb breit aufgestellt, erläuterte Dr. Volker Kienzlen, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg. "Wir wollen über das Internet vor allem jüngere Zielgruppen erreichen." Faltblätter informierten außerdem über unterschiedliche Modernisierungsschwerpunkte. Über eine kostenlose Telefonhotline werde ergänzend eine individuelle Beratung gewährleistet. Das Land investiere jährlich 700.000 Euro in das Programm "Zukunft Altbau".

Förderprogramm für Erneuerbare Energien mit zinsverbilligten Darlehen

Trotz stattlicher Zuwächse in den vergangenen Jahren seien im Bereich von Wohngebäuden die erneuerbaren Energien weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Deshalb stelle das Land insgesamt drei Millionen Euro jährlich für das neue Förderprogramm "Wohnen mit Zukunft: Erneuerbare Energien" bereit, so Gönner. Gefördert werde das ganze Spektrum erneuerbarer Energien in der Wärmeerzeugung: Von solarthermischen Anlagen über Holzheizungen oder andere Bioenergieanlagen bis hin zu Erdwärmenutzung und Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung. Das Programm sei außerdem sowohl für Neubauten wie auch für bestehende Wohngebäude offen.

Die Förderung erfolge über zinsverbilligte Darlehen und verstärke die Bundesprogramme "Wohnraum Modernisieren" und "Ökologisch Bauen" der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Antragsunterlagen gibt es bei den Banken oder unter www.L-Bank.de.

Weiterführende Links