Restkaufpreis

BvS fordert 84 Millionen Euro von Energieversorgern RWE und VNG

Die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) fordert 84 Millionen Euro von den Energiekonzernen RWE und Verbundnetz Gas (VNG). Bei der Summe handelt es sich um einen Restkaufpreis, den die Treuhandnachfolgerin für sich beansprucht, wie das Landgericht Leipzig mitteilt.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Leipzig (ddp-lsc/sm) - Die 7. Zivilkammer wird sich am Dienstag (10.00 Uhr) mit dem Streit befassen, zunächst ist nur ein Verhandlungstag vorgesehen. Ursache des Streits ist der Kauf der regionalen Gasversorgung Sachsen-Anhalt (GSA) durch die RWE-Vertriebs- und Netzgesellschaft RWE Energy und der Gasversorgung Leipzig durch die VNG-Beteiligungs GmbH im Jahr 1991.

Beide Unternehmen waren aus der Zerschlagung ehemaliger DDR-Energieversorgungskombinate hervorgegangen. Allerdings war damals nur ein vorläufiger Kaufpreis gezahlt worden, der endgültige Kaufpreis sollte später ermittelt und beglichen werden, was aber bislang nicht geschah. Die BvS fordert daher die ihrer Meinung nach fällige Differenz von 84 Millionen Euro nach.