Wachsende Exportbedeutung

BVMW: Priorität für Erneuerbare Energien

Im Vorfeld des Energiegipfels im Oktober hat der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, die Bundesregierung aufgefordert, den erneuerbaren Energien als "Exportschlager und Jobmotor für den Mittelstand" Priorität in der Energiepolitik einzuräumen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Anlässlich des Kongresses "Erneuerbare Energien" im hessischen Marburg hob Mittelstandspräsident Ohoven die Bedeutung der Branche für die Beschäftigung in Deutschland hervor. "Deutschland hält hier in vielen Bereichen die technologische Weltmarktführerschaft. Den Vorsprung gilt es zu behaupten." So seien im Bereich der Erneuerbaren Energien gegenwärtig bereits mehr als 5.000 Klein- und Mittelbetriebe tätig. Diese hätten 170.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Nach Angaben von Ohoven lag das Exportvolumen der Gesamtbranche lag 2005 bei 4,6 Milliarden Euro. Bei Windkraftanlagen, Solarzellen und Biogasanlagen betrage die Ausfuhrquote deutlich über 20 Prozent; in manchen Segmenten, etwa Wasserkraftanlagen, erreiche sie sogar 80 Prozent. "Der wachsende Energiehunger Chinas und Indiens wird in den nächsten Jahren einen enormen Nachfrageschub für die erneuerbaren Energien bringen. Diese Chance muss der deutsche Mittelstand nutzen", so Ohoven.

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