Australien und USA für Atomenergie

Bush hält Kyoto-Protokoll für erfolglos und will mehr Atomstrom

Das viele Länder Schwierigkeiten hätten, die Ziele des Kyoto-Protokolls umzusetzen, sieht US-Präsident Bush als Zeichen dafür, dass es der falsche Weg sei. Gemeinsam mit Australien haben die USA eine Klimaerklärung vereinbart, die die Emissionen von Treibhausgasen reduzieren will – mit Atomenergie.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Sydney (red) - Auf dem Gipfel des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (APEC) in Sydney sprach sich US-Präsident George Bush wieder einmal gegen das Kyoto-Protokoll aus. "Wenn man einmal anschaut, welche Länder die Kyoto-Ziele tatsächlich erreichen, kommt man vielleicht zu dem Schluss, dass ein anderer Weg (gegen den Klimawandel) mehr Sinn macht", sagte der Präsident laut einem Bericht des Nachrichtenportals Spiegel Online.

Zusammen mit Australiens Premierminister John Howard hat Bush eine Klimaerklärung veröffentlicht, derzufolge die Reduktion der CO2-Emissionen vor allem durch den vermehrten Einsatz von Atomkraftwerken erreicht werden soll. Wie die Süddeutsche Zeitung schreibt, wolle Australien zudem der weltweiten Partnerschaft für Atomenergie beitreten. In dem Land selbst gibt es derzeit keine Kernkraftwerke, jedoch lagern auf dem Kontinent 40 Prozent der weltweiten Uranvorkommen, die in derzeit 36 Länder exportiert werden.

Bush erklärte, nur weil er gegen Kyoto sei, hieße das nicht, dass er sich nicht um den Klimaschutz kümmere, so Spiegel weiter. Demnach wollen sie die USA auf der Klimakonferenz in Bali verstärkt an einem Kyoto-Nachfolgeabkommen mitarbeiten, dabei müssten jedoch auch die Entwicklungsländer einbezogen werden. Laut SZ wolle Bush dabei jedoch keine verbindlichen, sondern lediglich "angestrebte" Ziele festlegen.

Weiterführende Links
  • Zum Artikel von Sueddeutsche.de
  • Zum Artikel von Spiegel Online