Energiepolitische Chance

Burgenlandkreis bekennt sich zu Einsatz von Braunkohle

Der Burgenlandkreis in Brandenburg macht sich stark für den Erhalt der Braunkohle. Ein Kraftwerksneubau am Standort Profen und die Erschließung des Braunkohlenvorkommens bei Lützen würden dem Kreis wichtige energiepolitische Chance eröffnen, sagte Landrat Harri Reiche auf der 6. Wirtschaftskonferenz in Hohenmölsen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Hohenmölsen (ddp-lsa/sm) - Beide Projekte würden für Kontinuität, Verlässlichkeit und Stabilität des regionalen Energiemarktes sorgen, so der parteilose Landrat. In der von den Konferenzteilnehmern unterzeichneten "Hohenmölsener Erklärung" wurden Bundes- und Landespolitiker aufgefordert, die Rahmenbedingungen für die Erzeugung alternativer und konventioneller Energien verbindlich festzulegen. "Der Wirtschaftsstandort Burgenlandkreis braucht weiterhin den Industriezweig Braunkohle. Für die Gewinnung der Braunkohle in neuen Abbaufeldern müssen schon heute die Weichen gestellt werden."

Beide Projekte der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (Mibrag) sind umstritten. Landwirte und die Bewohner von mehreren Kommunen befürchten bei einer Ausdehnung des Reviers den Verlust ihrer Heimat. Umweltschützer lehnen ein neues Braunkohlekraftwerk ab. Die Mibrag will mit dem Neubau eines 600-Megawatt-Kraftwerks in Profen erstmals in großem Umfang Strom für den Markt produzieren und damit drei veraltete Kraftwerke ablösen. Die Investitionen beliefen sich auf 1,5 bis 2 Milliarden Euro. Das Unternehmen hatte bis Anfang nächsten Jahres eine Entscheidung zum Bau angekündigt.