Bundeswirtschaftsminister Müller von Solarförderung enttäuscht: "Würde 100.000-Dächer-Programm heute nicht mehr auflegen"

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Bundeswirtschaftsminister Werner Müller hält sein 100.000-Dächer-Programm zur Solarförderung für einen weitgehenden Fehlschlag. "Wenn ich den Kohlendioxid-Einspareffekt je eingesetzter Mark Hilfe betrachte, ist der Erfolg vergleichsweise gering", sagte Müller im Interview mit dem Greenpeace Magazin: Und: "Könnte ich es heute noch mal machen, gäbe es kein 100.000-Dächer-Programm".



Eine Verlängerung des bis 2004 laufenden Programms, das private Investoren in Solaranlagen mit insgesamt 1,1 Milliarden Mark bezuschusst, lehnte Müller ab. Der angestrebte Ausbau der Produktionskapazitäten für Solarzellen sei nicht erreicht worden. Statt dessen stiegen die Preise für die Module, "und plötzlich auch die Kosten für Planung und Installation", so Müller: "da wurde was vom Kuchen abgezweigt".



Die Mittel aus dem Programm würde er aus heutiger Sicht lieber für Solaranlagen an öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Rathäusern ausgeben, sagte Müller dem Greenpeace Magazin: "Das bringt bei gleichem Geldeinsatz mehr für die Umwelt und für die Solarbranche".