"Woche der Sonne"

Bundesweite Projektwoche wirbt mit Veranstaltungen für Solar-Energie

Die bundesweite "Woche der Sonne" wird auch in Rheinland-Pfalz mit landesweit mehr als 100 Veranstaltungen für die Solarenergie werben. Die Aktionswoche findet vom 28. April bis zum 6. Mai statt und wirbt mit Infoveranstaltungen, Vorträgen und Ausstellungen für die Solartechnologie.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Mainz (ddp-rps/sm) - Sonnenenergie sei "die Energieform der Zukunft, denn die Sonne stellt uns nachher keine Rechnung", sagte die rheinland pfälzische Umweltministerin Margit Conrad (SPD) am Dienstag in Mainz. Im Prinzip könne sich inzwischen jeder eine Solaranlage leisten, betonte Conrad und verwies auf die so genannte Einspeisevergütung. Diese wird garantiert für 20 Jahre vom jeweiligen Energieversorger gezahlt, in dessen Netz der Solarstrom eingespeist wird. Für die Anschaffungskosten gebe es außerdem zinsgünstige Darlehen. Durch die Energieeinsparung mittels gut gedämmter Häuser sowie Zuschüsse für Photovoltaik-Anlagen werde die Investition innerhalb weniger Jahre ausgeglichen, sagte die Ministerin.

Laut Daniel Löw, Landesinnungsmeister des Fachverbandes Sanitär, Heizung, Klima Rheinland-Rheinhessen, braucht ein Vier-Personen-Haushalt mit rund 200 Quadratmetern Wohnfläche etwa 16 Quadratmeter Sonnenkollektoren. Diese reichten aus, um sowohl Strom als auch Wärme für den gesamten Haushalt zu erzeugen. Die Kollektoren seien auch bei leichter Bewölkung leistungsstark. Sie könnten sich trotz Wolken rund 60 Prozent der Sonnenenergie zunutze machen.

Löw und Conrad betonten darüber hinaus, dass die Solarenergietechnik ein Wachstumsmarkt für die Wirtschaft sei. 87 Prozent der rheinland-pfälzischen Handwerksbetriebe im Heizungsbau hätten im vergangenen Jahr solarthermische Anlagen verkauft.

Durch die Weiterentwicklungen nehmen die Erzeugungskosten für Solarstrom Conrad zufolge kontinuierlich ab. Die Ministerin geht davon aus, dass der Solarstrom etwa ab dem Jahr 2020 auch ohne staatliche Förderung gegenüber dem aus anderen Energiequellen gewonnenen Strom wettbewerbsfähig ist.

Geringe Wachstumsraten weist Conrad zufolge jedoch der Wärmemarkt auf. Die Ministerin plädierte deshalb für ein "regeneratives Wärmegesetz", um den Ausbau entsprechend zu fördern. Conrad zufolge wurden in Deutschland 2006 zwölf Prozent des Stroms und knapp sechs Prozent der Wärme über solarthermische Anlagen erzeugt. Zahlen nur für Rheinland-Pfalz gebe es nicht.

Nach Angaben von Dietmar Schlosser vom Bundesverband Solarwirtschaft sind für die "Woche der Sonne" in ganz Deutschland rund 1500 Veranstaltungen geplant. Die Projektwoche, in der die Organisatoren neue Aktionen und bestehende lokale Initiativen bündeln, werde in diesem Jahr zum ersten Mal organisiert.

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