Rückwirkend zum 1. Februar 2006

Bundesumweltministerium reduziert Fördergelder

Das Bundesumweltministerium reduziert die Zuschüsse aus dem Marktanreizprogrammes für erneuerbare Energien. Begründet werden die Reduzierungen von 20 bis 50 Prozent mit der hohen Zahl der Förderanträge und der gestiegenen Wirtschaftlichkeit der Anlagen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Das Marktanreizprogramm fördert den Bau von Solarkollektoren, Pellet-Kesseln und Scheitholz-Vergaserkesseln. Nach Ministeriumsangaben wurden für 2006 bisher 100.000 Anträge mit einem Investitionsvolumen von 1 Milliarde Euro gestellt. Im Vorjahr waren es insgesamt 140.000 Anträge mit einem Investitionsvolumen von knapp 900 Millionen Euro.

Wie das Ministeium mitteilt, wurden aufgrund des hohen Antragsvolumens jetzt die Förderrichtlinien angepasst. Nach den neuen Förderkonditionen erhalten nunmehr Antragsteller, deren Anträge ab dem 1. Februar 2006 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingegangen sind, Förderbescheide mit zwischen 20 und 50 Prozent reduzierten Förderbeträgen. Als wesentliche Änderungen werden genannt:

  • Reduktion der Zuschüsse für Solarkollektoren um 35 Prozent , d.h. 54,60 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche für Anlagen zur Warmwasseraufbereitung und zur Bereitstellung von Prozesswärme bzw. 70,20 Euro für Anlagen zur kombinierten Warmwasseraufbereitung und Raumheizung
  • Keine Reduktion der Zuschüsse bei Solarkollektoren über 200 qm (48 Euro pro Quadratmeter Solarkollektorfläche)
  • Reduktion der Zuschüsse für automatisch beschickte Biomassekessel bis zu einer Nennwärmeleistung von 30 Kilowatt um 20 Prozent , d.h. 38,40 Euro je Kilowatt, mindestens jedoch 1.088,00 Euro bei Anlagen mit einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 90 Prozent
  • Reduktion der Zuschüsse für automatisch beschickte Biomassekessel mit einer Nennwärmeleistung von über 30kW bis 100 kW um 50 Prozent, d.h. 24,00 Euro je Kilowatt
  • Reduktion der Zuschüsse für manuell beschickte Holz-Vergaserkessel bis zu einer Nennwärmeleistung von 30 kW um 35 Prozent, d.h. 26,00 Euro je Kilowatt , mindestens jedoch 780,00 Euro bei Anlagen mit einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 90 Prozent
  • Keine Antragsannahme mehr für handbeschickte Biomassekessel über 30 Kilowatt (bereits ab dem 1.2.2006 bis zum Inkrafttreten der neuen Richtlinie eingegangen Anträge werden aber noch mit 20,00 Euro je Kilowatt gebilligt)

Die neuen Förderrichtlinien gelten zunächst für das Jahr 2006. Die Förderung wird ab dem Jahr 2007 fortgeführt, so das Bundesumweltministerium.

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