Plutonium-Skandal

Bundesumweltministerium fordert Handlungskonzept

Bis Freitag Nachmittag muss das Land Baden-Württemberg dem Bundesminister ein Handlungskonzept zur Untersuchung und zur Beseitigung der Sicherheitsmängel vorlegen.

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Das Bundesumweltministerium hat heute in einem Schreiben an die baden-württembergische Atomaufsicht weitere Konsequenzen aus dem Plutoniumdiebstahl in der stillgelegten Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) gefordert.

Nach der Vorlage eines Berichts der Landesaufsicht zum Sachverhalt fordert Bundesumweltminister Jürgen Trittin vom Land Baden-Württemberg nunmehr bis kommenden Freitag Nachmittag die Vorlage eines Handlungskonzepts zur umfassenden Untersuchung und Beseitigung der Mängel im Sicherheitsmanagement der Anlage.

Das Bundesumweltministerium benötige dieses Konzept auch deswegen, um zu prüfen, ob Erkenntnisse aus diesem Fall auf andere kerntechnische Einrichtungen in Deutschland übertragbar sind. Strahlenschutzkommission und Reaktorsicherheitskommission würden eingeschaltet, heißt es aus dem Ministerium.

Nach Vorlage und Prüfung des Handlungskonzepts beabsichtigt das Bundesumweltministerium mit der zuständigen Atomaufsicht des Landes in der kommenden Woche dazu ein bundesaufsichtliches Informationsgespräch zu führen.