Energie aus Erdwärme

Bundesumweltministerium fördert Kraftwerksbau mit 4,8 Millionen Euro

Das Bundesumweltministerium fördert den Bau und den Betrieb eines Erdwärmekraftwerks im bayerischen Unterhaching mit etwa 4,8 Millionen Euro. Mit der Errichtung dieses Pilotprojekts im Bereich der Geothermie soll ein Beitrag zur umweltgerechten Energiegewinnung, Schonung der natürlichen Ressourcen und zum Klimaschutz geleistet werden.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Bundesumweltminister Jürgen Trittin: "Deutschland ist weltweit führend beim Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz haben wir erstmals auch eine Vergütung von Strom aus Geothermie festgeschrieben. Im Zuge der geplanten Novellierung des Gesetzes werden wir die Bedingungen für die Erdwärmenutzung verbessern, da hier ein großes Potenzial bislang noch zu wenig genutzt wird. Zugleich dient das Projekt in Unterhaching auch dem technologischen Fortschritt. Das kommt nicht nur dem Klima zugute, sondern verbessert auch die Chancen für den Technologietransfer in Länder mit vergleichbaren geologischen Bedingungen."

Ziel des Vorhabens ist die großtechnische Erprobung einer neuartigen, effizienteren Technologie (Kalina-Technik), die auch bei niedrigerer Temperatur im Erdinnern eine höhere Energieausbeute ermöglicht als mit üblichen Verfahren. Im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms (ZIP) der Bundesregierung wurden bereits geologische Voruntersuchungen zu diesem Vorhaben durch das Bundesumweltministerium gefördert und erfolgreich durchgeführt. Das geplante Kraftwerk soll künftig rund 3,1 Megawatt Strom und bis zu 16 Megawatt Wärme liefern.

Das Geothermieprojekt ist darüber hinaus eingebunden in das kommunale Energiekonzept der Gemeinde Unterhaching. Es sieht u.a. den Aufbau eines Fernwärmenetzes vor, mit dem künftig öffentliche Einrichtungen, Unternehmen und Wohngebäude mit Wärmeenergie versorgt werden sollen. Damit können in erheblichem Maße fossile Energieträger eingespart werden. Insgesamt wird das Geothermiekraftwerk dazu führen, dass jährlich etwa 12 000 Tonnen Kohlendioxid, über sieben Tonnen Schwefeldioxid sowie fast elf Tonnen Stickstoffoxide vermieden wird.