Personalien

Bundesregierung will sich Klima- und Energie-Berater zulegen

Die Bundesregierung wird sich voraussichtlich während ihrer Präsidentschaft in der Europäischen Union und bei der G8 von externen Experten beraten lassen. Angeblich sind der Vattenfall-Chef Lars Josefsson und Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), im Gespräch.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (red) - Diese Personal-Vorschläge von Umweltminister Sigmar Gabriel würden derzeit im Kanzleramt "wohlwollend" geprüft, heißt es aus dem Umfeld von Angela Merkel, so ein Bericht der Wochenzeitung "Die Zeit". Die deutsche Ratspräsidentschaft beginnt im Januar 2007.

Die Bundeskanzlerin will die Energie- und Klimapolitik zu einem Schwerpunkt der deutschen Präsidentschaft in beiden Gremien machen. Dabei geht es vor allem darum, den Grundstein für eine Anschlussregelung an das Kyoto-Protokoll zu legen. Das Klimaschutzabkommen, an dessen Zustandekommen Merkel 1997 als deutsche Umweltministerin beteiligt war, endet 2012. Ohne neues Abkommen gäbe es danach keinen völkerrechtlich verbindlichen Rahmen mehr für die Begrenzung des Treibhausgasausstoßes.

PIK-Chef Schellnhuber gilt dem Bericht zufolge als einer der weltweit führenden Klimaforscher. Josefsson führt das schwedische Staatsunternehmen Vattenfall AB, in dessen Kernkraftwerk Forsmark es vor kurzem zu einem schweren Störfall gekommen war. Den vom Menschen verursachten Klimawandel bezeichnet Josefsson als "Megathema". Die Wirtschaft müsse erkennen, dass vereinte Anstrengungen zum Klimaschutz zu einem "bedeutenden Innovationsmotor" werden können. In internen Gesprächen mit deutschen Regierungsvertretern hat der Schwede bereits angekündigt, sich dafür einzusetzen, die 100 weltweit wichtigsten Unternehmen auf mehr Klimaschutz einzuschwören.

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