Bundesregierung will sich festlegen

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Kommende Woche soll es soweit sein. Dann will die Bundesregierung eine klare Linie für die Verhandlungen mit der Atomindustrie festlegen. Umweltminister Jürgen Trittin bestätigte heute am Rande der Klausurtagung der Bundestagsfraktion der Grünen, dass sich die zuständigen Minister am nächsten Mittwoch mit Bundeskanzler Schröder treffen wollen. Dann müssen auch die Bundesressorts Wirtschaft und Umwelt auf ein Szenario einigen, denn derzeit stehen immer noch sowohl das von Trittin vorgeschlagene Laufzeiten-Modell als auch das von Wirtschaftsminister Müller favorisierte Strommengen-Modell zur Diskussion. Der derzeitige Stand sieht ein Gesetz vor, das eine Gesamtlaufzeit von maximal 30 Kalenderjahren für jedes der 19 deutschen Atomkraftwerke vorsieht, wobei für die beiden ältesten Atommeiler Obrigheim und Stade zusätzliche Übergangsfristen von drei Jahren gelten sollen.


Dagegen gebe es einen konkreten Termin für das nächste Konsensgespräch mit der Atomindustrie noch nicht, sagte Trittin weiter.