Erhebliche Bedeutung

Bundesregierung will Offshore-Windkraftnutzung ausbauen

Die Bundesregierung hat eine Reihe von unterstützenden Maßnahmen für Windkraftnutzung auf offener See ("Offshore") eingeleitet. Dazu zählt die mit der Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes geschaffene Möglichkeit, Eignungsgebiete für die Offshore-Windkraftnutzung auszuweisen. Jetzt wurde eine Große Anfrage der CDU/CSU-Frakion beatwortet.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Das Bundeskabinett hat gestern die Antwort auf eine Große Anfrage der CDU/CSU-Fraktion zum Thema "Offshore-Windenergie - eine Option für die Zukunft?" verabschiedet, die über die Vorbereitungen zum Einsatz im Meer installierter Windkraftanlagen informiert. Grund: Das Potential der Offshore-Windenergie wird eine erhebliche Bedeutung haben, um das Ziel der Bundesregierung zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien an der Stromversorgung zu erreichen: Bis zum Jahr 2010 soll dieser Anteil verdoppelt werden.

Die Bundesregierung hat eine Reihe von unterstützenden Maßnahmen für diese Art der Windkraftnutzung eingeleitet. Dazu zählt die mit der Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes geschaffene Möglichkeit, Eignungsgebiete für die Offshore-Windkraftnutzung auszuweisen. Im Januar 2002 hat die Bundesregierung eine Strategie zur Windenergienutzung auf See vorgelegt. Ihre Weiterentwicklung wird sich mit den noch offenen Fragen, insbesondere der Netzanbindung von Offshore-Windparks, befassen. Die Erschließung geeigneter Standorte auf See ist auch erforderlich, um den Ausbau der Windenergienutzung in Deutschland auf hohem Niveau zu halten. An Land stehen für die Nutzung der Windkraft jedoch nur noch begrenzt geeignete Flächen an besonders windgünstigen Standorten zur Verfügung. Dabei soll der Ausbau der Windkraftnutzung auf See stufenweise erfolgen. Seit November befindet sich ein erster auf See installierter Windpark in der Nähe von Borkum in der Erprobungsphase. 2005 könnten die ersten Anlagen ans Netz gehen.