Wettbewerb ankurbeln

Bundesregierung rät zum Stromanbieterwechsel

Die Bundesregierung appelliert an Verbraucher, Strompreise zu vergleichen und den Stromanbieter zu wechseln, um den Wettbewerb in Schwung zu bringen. Dies geht aus einer kleinen Anfrage der FDP zu aktuellen Strompreiserhöhungen als Folge von Wettbewerbsdefiziten hervor.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Analysen der Aufsichtsbehörden hätten bislang keine konkreten Anhaltspunkte für Manipulationen an der Strombörse EEX ergeben, wie die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion mitteilt.

Strompreise könnten bald sinken

Energieversorger kaufen den benötigten Strom in der Regel ein halbes Jahr bis eineinhalb Jahre vor Beginn des Lieferjahres an der Leipziger Strombörse EEX. Dort seien die für 2009 vereinbarten Großhandelspreise aufgrund gestiegener Rohstoffpreise bis Juli 2008 massiv gestiegen. Diese hohen Preise seien jetzt fällig und würden von den Energieversorgungsunternehmen auch an ihre Kunden weitergegeben.

Mehr Wettbewerb durch Anbieterwechsel

"Ab Juli 2008 sind die Großhandelspreise jedoch kräftig gefallen, was sich zeitlich versetzt bei den Stromverbrauchern preismindernd auswirken sollte", schreibt die Regierung. Wie schnell die Kunden von den gesunkenen Großhandelspreisen profitieren, hänge auch vom Wettbewerb ab, dem sich die Versorgerstellen müssen. Daher sei es wichtig, dass die Verbraucher einen Stromvergleich machen und ihren Anbeiter wechseln.