Bundesregierung: Primärenergieverbrauch seit 1990 um sieben Prozent gesunken

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Der Primärenergieverbrauch je Einwohner Deutschlands ist von 1990 bis 1999 effektiv um sieben Prozent zurückgegangen. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (Bundestagsdrucksache 14/5155) auf eine Kleine Anfrage der PDS-Fraktion (Bundestagsdrucksache 14/5029) zur Entwicklung des Energieverbrauchs mit.


Der durchschnittliche Stromverbrauch je Einwohner habe nach einem leichten Rückgang zu Beginn der neunziger Jahre das Ausgangsniveau wieder erreicht. Beim Gesamtstromverbrauch je Einheit Bruttoinlandsprodukt sei ein Rückgang von 1991 bis 1999 um knapp acht Prozent zu verzeichnen gewesen, heißt es in der Antwort weiter. Der spezifische Kraftstoffverbrauch je Pkw sei im gleichen Zeitraum um 8,5 Prozent gesunken. Im Luftverkehr habe der Rückgang des spezifischen Energieverbrauchs 17 Prozent und im Schienenverkehr etwa sechs Prozent betragen. Beim Straßengüterverkehr sei er aber nur um ein halbes Prozent zurückgegangen. Den effektiven Rückgang der Endenergieintensität im Industriesektor beziffert die Regierung mit etwa 13 Prozent. In den Sektoren Gewerbe, Handel und Dienstleistungen sei die Endenergieintensität dagegen um etwa 26 Prozent zurückgegangen. Um knapp fünf Prozent sei der Endenergieverbrauch je Einwohner seit 1990 gesunken.


Darüber hinaus gibt die Regierung den Endenergieverbrauch der privaten Haushalte je Quadratmeter Wohnfläche für 1998 mit knapp sechs Prozent über dem Ausgangswert für 1990 an, allerdings auch sechs Prozent niedriger als 1996. Ein ähnlicher Verlauf zeige sich für die Entwicklung bei der Raumwärme, deren Wert 1998 vier Prozent über dem Wert von 1993 und um neun Prozent unter dem für 1996 gelegen habe. Der spezifische Brennstoffeinsatz zur Stromerzeugung sei von 1990 bis 1999 fast kontinuierlich um knapp fünf Prozent zurückgegangen.