Gesetzesänderung

Bundesrat stimmt weiterem Ausbau der Solartechnik zu

Heute hat die Anhebung des sogenannten Solar-Deckels auf 1000 Megawatt auch den Bundesrat passiert. Anstatt ehemals 350 Megawatt müssen nun 1000 Megawatt Gesamtkapazität aus Solarstrom errichtet sein, bis die Abnahmegarantie verfällt. Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft wertet das als einen beachtlichen Beitrag zum Klimaschutz.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Weg für eine deutlich stärkere Nutzung der Solarenergie ist frei. Die Bundesregierung hat eine Verdreifachung des Fördervolumens für Solarstrom aus Fotovoltaikanlagen beschlossen. Heute hat auch der Bundesrat einer entsprechenden Gesetzesänderung zugestimmt. Der Bundestag hatte bereits vor zwei Wochen eine Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in die Wege geleitet. Der heutige Beschluss ermöglicht nach Einschätzung der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) einen beachtlichen Beitrag zum Klimaschutz und schafft die Grundlage für solartechnische Investitionen im Wert von rund vier Milliarden Euro innerhalb der nächsten sechs Jahre.

Bis in Deutschland Solarstromanlagen mit einer Kapazität von 1000 Megawatt installiert sind, müssen die Energieversorger in Deutschland den Solaranlagenbetreibern Solarstrom abnehmen und zu den Produktionskosten vergüten. Bislang war diese Verpflichtung auf 350 Megawatt beschränkt. Damit verfügt Deutschland jetzt über das weltweit ambitionierteste Ausbauziel zur Nutzung von Solarenergie. Gleichzeitig erhalten deutsche Solarfabrikanten die nötige Hilfe und Investitionssicherheit zum Ausbau und zur Modernisierung ihrer Produktionskapazitäten. Bislang sind in Deutschland rund 200 Megawatt Solarstromleistung am Netz. Die Anhebung des gesetzlichen Förderrahmens eröffnet nach Ansicht der Branche der Deutschen Wirtschaft die Chance für eine internationale Marktführerschaft bei einer der wichtigsten Zukunftstechnologien. Noch führt Japan die solare Weltrangliste an.