Zum 1. Juli

Bundesrat stimmt Kürzung der Solarförderung zu

Betreiber neuer Solaranlagen bekommen ab Sommer weniger staatliche Förderung. Der Bundesrat stimmte am Freitag in Berlin einem Gesetz zu, wonach die Subventionen für Photovoltaik-Anlagen zum 1. Juli sinken sollen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Je nachdem, wie stark die Solarenergie in den kommenden Monaten ausgebaut wird, kann die Förderung für neu entstehende Anlagen im Sommer um bis zu 15 Prozent schrumpfen. Zum Jahreswechsel sollen weitere Kürzungen hinzukommen, so dass die Förderung im kommenden Jahr insgesamt um bis zu 24 Prozent geringer ausfallen wird, als es derzeit der Fall ist. Die ursprünglichen Pläne hatten vorgesehen, die Förderung insgesamt erst zum 1. Januar 2012 wieder zurückzufahren.

Schon im vergangenen Jahr war die Solar-Förderung deutlich gesunken. Das hatte den Boom beim Anlagenbau allerdings besonders befeuert, weil sich viele Hausbesitzer noch schnell ein Photovoltaik-System zulegten, bevor der staatliche Bonus sank - denn den Betreibern der Anlagen werden die zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme gültigen Fördersätze über 20 Jahre lang garantiert.

Für jede Kilowattstunde Strom, die ins deutsche Netz gelangt, erhält der Produzent eine sogenannte Einspeisevergütung. Sie wird über eine Umlage finanziert, die die Verbraucher über ihre Stromrechnung zahlen. Wer über die Installation einer Photovoltaik-Anlage nachdenkt kann mit unserem Photovoltaik-Rechner die mögliche Rendite berechnen.