Ausbau vorantreiben

Bundesnetzagentur will Windpark-Betreiber stärker unterstützen

Die Bundesnetzagentur will offenbar stärkere Anreize zum Bau neuer Stromleitungen schaffen. "Wir denken über Maßnahmen speziell und ausschließlich für Windkraft-Projekte nach, um Netzbetreibern, die außergewöhnliche Investitionen tätigen, hier angemessene Margen zu ermöglichen", erklärt BNetzA-Präsident Matthias Kurth.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (ddp.djn/sm) - Wie Kurth gegenüber der Online-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins "Capital" sagte, geht es konkret um Verbesserungen für die Energie-Konzerne E.ON und Vattenfall, die mit Milliarden-Investitionen für die Anbindung der Windparks in der Nord- und Ostsee und den Weitertransport des Stroms an Land sorgen müssen.

Aus Sicht der Investoren seien derlei Investitionen derzeit nicht lukrativ, heißt es weiter. Grund sei, dass den Konzernen für den Bau real weitaus geringere Renditen verblieben, als ihnen der Regulierer nominell zubillige. Statt knapp acht Prozent Eigenkapitalverzinsung kämen tatsächlich weniger als vier Prozent bei ihnen an.

Mit Blick auf die sogenannte Anreizregulierung gab Kurth laut dem Medium weitgehende Entwarnung. Das Gros der deutschen Stromnetzbetreiber werde unter der veränderten Methode nicht dem befürchteten erheblichen Renditedruck ausgesetzt sein. Bei der geplanten Anreizregulierung sollen die etwa 1600 deutschen Netzbetreiber die Gebühren, die sie für die Netznutzung berechnen, ab 2009 schrittweise dem Niveau des günstigsten Anbieters angleichen.