Ab Mai

Bundesnetzagentur rechnet mit mehr Wettbewerb im Strom- und Gasmarkt

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, rechnet fest damit, dass die anstehenden Entscheidungen zu den Durchleitungsentgelten dem Wettbewerb auf den deutschen Strom- und Gasmärkten neuen Schwung geben werden. Erste Entscheidungen kündigte er für Mai an.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp.djn/sm) - "Ich bin sicher, dass wir etwas erreichen werden", sagte Kurth am Donnerstag in Düsseldorf. Bei ihm hätten sich bereits ausländische Unternehmen gemeldet, die in den deutschen Energiemarkt einsteigen wollten, dies aber auch von der künftigen Transparenz in der Branche abhängig machten.

Kurth verwies in diesem Zusammenhang auf die Situation in Berlin, wo der niederländische Versorger Nuon derzeit den Einstieg in den Endkundenmarkt versucht, und auf die zahlreichen Kraftwerksprojekte, die mittlerweile auch von unabhängiger Seite geplant werden. Es gebe erste Anzeichen, dass sich etwas in der Branche bewege, sagte der Präsident der Regulierungsbehörde.

Wie hoch die Absenkung der Netzgebühren, die etwa ein Drittel des Strompreises ausmachen, ausfallen wird, wollte Kurth nicht sagen. Er betonte allerdings, ein Sinken der Durchleitungskosten um 30 Prozent habe er selbst niemals in Aussicht gestellt. Der Präsident der Netzagentur bekräftigte, dass im Mai erste Entscheidungen im Strombereich zu erwarten sind.